Extreme Einsatzbedingungen erfordern klare technische Antworten.
Bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad stoßen konventionelle Fensterlösungen im Schienenfahrzeugbau schnell an ihre Grenzen – insbesondere in Bezug auf Wärmedämmung, Funktionalität und Dauerhaftigkeit.
Bei Cleff haben wir deshalb ein kundenindividuelles Drehfenster entwickelt, das gezielt für den Einsatz in Tieftemperaturzonen ausgelegt ist – mit klarem Fokus auf technischer Innovation und konstruktiver Optimierung. Der zentrale Fortschritt liegt in der konsequenten thermischen Trennung aller relevanten Bauteile. Durch mehere Entwicklungsschleifen und detaillierte wärmetechnische Analysen konnten thermische Schwachstellen systematisch identifiziert und eliminiert werden. Das Ergebnis ist eine deutliche Verbesserung des Wärmedurchgangskoeffizienten: von typischen 5,8 W/m²K bei Standardlösungen auf unter 3 W/m²K.
Weitere konstruktive Merkmale unterstreichen den technischen Ansatz:
- Einsatz einer Heizscheibe zur Sicherstellung der Funktionalität unter extremen Bedingungen
- Verzicht auf einen Innenrahmen zur Minimierung von Wärmebrücken
- Speziell entwickelte Scheibenabdichtung für offene Glaskanten
- Hohe Beständigkeit gegenüber Reinigungsmitteln
Unsere Lösung zeigt, wie durch gezielte Ingenieurarbeit und systematische Entwicklungsschritte im Unternehmen Cleff ein „nur” funktionales Bauteil zu einem hochleistungsfähigen System weiterentwickelt werden kann.
Das Drehfenster ist damit nicht nur eine Anpassung an extreme Umweltbedingungen, sondern ein Beispiel für praxisorientierte Innovation im Fahrzeugfensterbau der Schienenindustrie.